Dual | konzeptionelle Aktfotografie / Portraitserie mit Kat de Ville

Diese konzeptionelle Aktfotografie und Portraitserie behandelt die Zerissenheit, den Kampf der Gegenpole, des inneren Zwiegespräches, das Duale was doch nicht eins ist. Vielen Dank geht hierbei an die Künstlerin Kat de Ville, welche als Modell agierte.

Model: Kat de Ville

Aktfotografie und erotische Fotografie stehen immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, ÄsthetikKitschProvokation und dem Verstoß gegen die „guten Sitten“ oder die Sexualmoral.

Als Antipoden bezeichnet man in der Mathematik zwei Punkte einer Sphäre, die sich diametral gegenüberliegen.[1]

Als Gegenpol wird in der Geometrie und in den Geowissenschaften ein Punkt bezeichnet, der einem definierten Pol oder dem Punkt eines Ereignisses gegenüberliegt. Bei kartografischen Projektionen (z. B. Stereografische Projektion) ist es jener Punkt auf der Erdkugel, der dem Hauptpunkt(Tangentialpunkt) einer Karte gegenüberliegt.

Als Dualismus (lateinischduo „zwei“ oder dualis „zwei enthaltend“, und -ismus) werden vor allem philosophischereligiösegesellschaftlicheoder künstlerische Theorien, Lehren oder Systeme zur Deutung der Welt bezeichnet, die von zwei unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Grundelementen ausgehen, beispielsweise zwei Entitäten, Prinzipien, Mächten, Erscheinungen, Substanzen oder Seh- und Erkenntnisweisen. Beide Elemente stehen häufig in einem Spannungsverhältnis oder sogar Gegensatz zueinander (bis hin zu einer Unvereinbarkeit), können sich aber auch als Polarität ergänzen (beispielsweise Yin und YangAdam und Eva, einige Rechtsnormen).[1] Vom Dualismus zu unterscheiden ist der Begriff der Dualität in Mathematik und Logik, der sich auf die wechselseitige, genau definierte Zuordnung je zweier Objekte oder Begriffe bezieht.

Die Metaphysik[14] bildete in den klassischen philosophischen Zuordnungssystemen als „Wissenschaft von den letzten Gründen des Seins“ auch den Oberbegriff zu OntologieKosmologie und Theologie (siehe religiöser Dualismus).[15] Die Philosophiegeschichte (und vor allem auch die Religionsgeschichte) hat in diesem Zusammenhang etwa in KantsFichtesHegels und Schellings Idealismus eine Reihe von Modellen entwickelt, die teils monistisch, teils dualistisch und hier wiederum antagonistisch oder polar strukturiert sind, wobei das Hauptproblem die bis in die Moderne starke Verschränkung der Teilgebiete darstellt, die eine alles durchdringende, einheitlich dualistische oder monistische, in sich stimmige Theorie äußerst schwierig macht, vor allem auch sprachlich, wie etwa Martin Heidegger und Ludwig Wittgenstein feststellen mussten. Entsprechend ist bereits Edmund Husserl ganz von dieser metaphysischen Interpretationsweise abgerückt und hat die Phänomenologie als Weltdeutungssystem entwickelt, um derart unbeweisbare und damit rein spekulative metaphysische Prämissen und die notwendigerweise mit ihnen verbundenen dualistisch oder monistisch orientierten Kategorien ganz zu vermeiden.[16] Zur Problematik eines modernen metaphysischen Dualismus etwa bei Jürgen Habermas formulierte Hans Albert eine grundlegende Kritik.[17]

Spätestens seit der Wende zum 20. Jahrhundert ist die Metaphysik als solche in eine schwere Krise geraten, zumal ihre oft einfachen und nur noch als historisch relevant angesehenen Dualismen einen immer stärkerem Kontrast zur modernen Naturwissenschaft bildeten, deren Weltbild längst nicht mehr rein monistisch oder dualistisch war.

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