Aktfotografie Serie Gold – Hommage an das frühe Berlin

Die Aktfotografie Serie Gold ist eine Hommage, eine Interpretation des frühen Berlins der 20er Jahre. Die kulturelle Blüte des Lasters, Erforschung und Erfindung neuer künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Erfindung des modernen Tanzes.

Modell: Muriel de Roja

Unter dem Sammelbegriff zeitgenössischer Tanz wird im Allgemeinen die choreografische Bühnentanzkunst der Gegenwart verstanden. Auch in anderen Sprachen hat sich dieser Begriff weitgehend durchgesetzt: Contemporary dance, danse contemporaine, danza contemporánea.

In Abgrenzung zum klassischen Ballett wurde der Begriff Modern Dance Anfang des vergangenen Jahrhunderts insbesondere durch die Arbeit der amerikanischen Choreografin Martha Graham geprägt. Etwa zur gleichen Zeit entstand in Deutschland mit großer öffentlicher Resonanz ganz im Zeichen des Expressionismus der deutsche Ausdruckstanz mit wichtigen Vertretern wie Gret PaluccaMary WigmanJean Weidt, oder dem Laban-Schüler Kurt Jooss. Naziherrschaft und Krieg bereiteten der jungen Gattung des Tanzes jedoch ein nachhaltiges Ende. Jean Weidt exportierte den neuen deutschen Ausdruckstanz nach Frankreich und etablierte sich dort mit großem Erfolg. Markantestes Zeitdokument des modernen deutschen Ausdruckstanzes ist der französische Kinoerfolg Der Zauberlehrling von 1933.

Erst in den 1970er Jahren gelang einer Reihe von stilistisch ganz unterschiedlich geprägten Einzelpersönlichkeiten eine neue Popularisierung im weiteren Sinn moderner, künstlerischer Tanzformen: Tom Schilling in Ost-Berlin, Pina BauschSusanne Linke und Reinhild Hoffmann in Essen, Johann Kresnik in Bremen und Heidelberg, Jochen Ulrich in Köln, Jessica Iwanson und Birgitta Trommler in München, Dieter Heitkamp (Gründungsmitglied der Tanzfabrik Berlin) und Helge Musial in Berlin und andere mehr.

Seit 1994 bietet die biennal stattfindende Tanzplattform Deutschland ein Forum für den zeitgenössischen Tanz.[1] Im Programmhandbuch werden in 50 Porträts deutsche Choreografen vorgestellt, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Theaterinstitut auf dem Internetportal des Goethe-Instituts veröffentlicht werden.[2]

Von 2005 bis 2010 lief der Tanzplan Deutschland, eine bundesweite Initiative der Kulturstiftung des Bundes, die sich zum Ziel gesetzt hat, die öffentliche Wahrnehmung des Zeitgenössischen Tanzes als gleichberechtigtes Genre neben Theater und Oper zu fördern. 12,5 Millionen Euro wurden zur Verfügung gestellt, um vor allem zwei Schwerpunkte zu verfolgen: Tanzplan vor Ort umfasst die Realisierung einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte und Aktivitäten in 9 deutschen Städten, die bereits eine aktive Tanzszene haben. „Tanzplan Ausbildungsprojekte“ ermöglicht darüber hinaus die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Bereich Zeitgenössischer Tanz.

2007 wurde mit der Iwanson-Sixt-Stiftung zeitgenössischer Tanz erstmals eine Stiftung für zeitgenössischen Tanz in Deutschland gegründet. Seit August 2010 gibt es darüber hinaus die Stiftung TANZ,[3] deren primäres Ziel die Unterstützung von Bühnentänzern bei ihrem Übergang in einen neuen Beruf ist. Gefördert wird sie von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von Tanzplan Deutschland.

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